Bohle zieht Messeteilnahmen in 2020 zurück

Leider breitet sich das Coronavirus (SARS-CoV-2) derzeit weltweit immer weiter aus. So wurden aus Sorge vor dem Coronavirus bereits drei Messen, an denen die Bohle AG in diesem Frühjahr teilnehmen wollte, abgesagt bzw. verschoben, nämlich die Eisenwarenmesse in Köln, die ChinaGlass in Shanghai und auch die Fensterbau Frontale in Nürnberg. Bei Bohle würde nun dieser Tage die intensive Vorbereitungsphase für die weltweit größte Glasmesse, die Glasstec, sowie für die GlassBuild in Las Vegas beginnen, jedoch nimmt man von diesem Vorhaben aktuell Abstand. Die Messeplanungen für 2020 sind größtenteils bis auf Weiteres eingefroren. Einzig auf der Glasstec wird das Unternehmen mit einem geänderten Konzept auftreten: Das Engagement auf der „Handwerk live“ im Rahmen der Glasstec bleibt unverändert bestehen. Dort wird Bohle für die Kunden erreichbar sein. Zudem ist eine kleine Präsenz für internationale Industrie- und Handelskunden geplant.

„Wir sehen uns bei der Handwerk live in besonderer Verantwortung gegenüber dem Glaserhandwerk und dieser Verantwortung wollen wir möglichst Rechnung tragen“, betont Arne Klöfkorn, Vorstand der Bohle AG, und erläutert den Entschluss, die weitere Messeplanung zurückzustellen: „Derzeit kann niemand die zukünftige Entwicklung der Corona Pandemie verlässlich vorhersagen. Messen werden aber langfristig vorbereitet und viele Kosten werden schon frühzeitig ausgelöst. Umso enttäuschender ist es dann für alle Beteiligten, Mitarbeiter wie Geschäftspartner, wenn eine Messe kurzfristig, wie zuletzt mehrfach geschehen, abgesagt werden muss.“ In Haan hat man sehr lange intern diskutiert, ob mit den Arbeiten für die wichtigste Leitmesse der Branche nun begonnen wird oder nicht. „Die Messe in Düsseldorf ist alle zwei Jahre das Highlight unseres Messekalenders. Wir investieren einen hohen sechsstelligen Betrag, um unseren Geschäftspartner und Kunden unsere Neuheiten zu präsentieren. Auch für 2020 haben wir wieder eine Vielzahl an neuen Produkten in der Pipeline, trotzdem haben wir uns nach intensivem Abwägen dafür entschieden, im laufenden Jahr unsere Messeteilnahmen erheblich einzuschränken“, so Klöfkorn. Neben der bisher groß angelegten Präsenz auf der Glasstec in Düsseldorf ist damit auch der Ersatztermin für die Fensterbau Frontale, die GlassBuild America in Las Vegas, aber auch ein möglicher Nachholtermin für die ChinaGlass betroffen, sollte es diesen noch in diesem Jahr geben.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, halten wir doch den intensiven Austausch und die Nähe zu unseren Kunden auf Messen für einen wesentlichen Erfolgsfaktor von Bohle. Aber einerseits braucht ein Unternehmen gerade bei Investitionen Planungssicherheit, die derzeit einfach nicht gegeben ist, und andererseits möchten wir auch im Interesse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Geschäftspartner und Kunden keine gesundheitlichen Risiken eingehen“, erläutert Klöfkorn und ergänzt: „Letzteres hat für uns oberste Priorität, denn für Bohle als Familienunternehmen steht seit jeher der Mensch an erster Stelle. Deswegen ist dieser Schritt aus unserer Sicht leider erforderlich.“ Bohle beobachtet die aktuellen Entwicklungen kontinuierlich weiter. Sollte sich die Situation rund um die Corona Pandemie grundlegend verändern, wird das Unternehmen der Entwicklung Rechnung tragen. Bis dahin konzentriert man sich darauf, den Geschäftspartnern und Kunden die Produktneuheiten auf anderen Wegen, insbesondere durch digitale Medien und Präsentationen näher zu bringen und sie dafür zu begeistern.

Aus heutiger Sicht sind die nächsten, fest eingeplanten Messetermine für die Bohle AG die reduzierte Präsenz auf der Glasstec 2020 in Düsseldorf sowie die BAU 2021 in München.

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